Hintergründe und Perspektiven
Die Lebensmittelbranche ist gefordert, Produkte zu entwickeln, die qualitativ hochwertig, sicher, nachhaltig und gleichzeitig konsumentengerecht sind. Dabei spielen Rohstoffqualität, Verarbeitung, Haltbarkeit, Sensorik und ernährungsphysiologische Eigenschaften eine zentrale Rolle.
Moderne Verarbeitungstechnologien und biotransformative Prozesse eröffnen Möglichkeiten, Rohstoffe gezielt zu verändern, Nebenströme sinnvoll zu nutzen und die Qualität von Lebensmitteln technologisch zu beeinflussen. Der Einsatz von Enzymen, Fermentation, Stabilisierungskonzepten und weiteren innovativen Verfahren gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.
Das Modul vermittelt praxisnahes Wissen darüber, wie technologische und biotransformative Prozesse eingesetzt werden können, um Lebensmittel stabiler, sensorisch attraktiver, nachhaltiger und funktionell hochwertiger zu gestalten. Der Fokus liegt dabei weniger auf einzelnen Produktgruppen, sondern auf den Prozessen und Mechanismen, welche die Lebensmittelqualität entlang der Wertschöpfungskette beeinflussen.
Das Modul in Kürze
Dieses Modul legt den Schwerpunkt auf das Wissen und die Qualitätsbeurteilung von Rohstoffen. Anhand der Produktgruppen Fleisch, Getreide und Backwaren werden Vielfalt, Herkunft und Wert der verschiedenen Rohstoffe aufgezeigt. Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Anbau, Transport, Lagerung sowie Verarbeitung und wie sich die einzelnen Prozesse auf die Qualität der Rohstoffe und das Endprodukt auswirken. Dabei erfahren Sie, welche Kriterien für Sensorik, Qualität und Kosten von Bedeutung sind.
Ihr Nutzen
Sie verstehen, wie moderne Verarbeitungstechnologien und biotransformative Prozesse die Qualität von Lebensmitteln beeinflussen. Sie lernen, Zusammenhänge zwischen Rohstoffen, Prozessführung, Stabilität, Haltbarkeit, Sensorik und Funktionalität zu erkennen und fachlich einzuordnen.
Das Modul vermittelt praxisorientiertes Wissen, das Sie in Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Produktion, Innovation oder Kommunikation einsetzen können. Sie erhalten einen Überblick über aktuelle technologische Ansätze und lernen, deren Potenzial und Grenzen im Hinblick auf Lebensmittelqualität und Anwendungspraxis zu beurteilen.
Lernziele
Sie lernen…
- den Einfluss von Rohstoffen, Prozessparametern und Verarbeitungstechnologien auf die Qualität von Lebensmitteln zu verstehen.
- biotransformative Prozesse sowie den Einsatz von Enzymen und Fermentationstechnologien fachlich einzuordnen.
- Zusammenhänge zwischen Verarbeitung, Stabilität, Haltbarkeit, Sensorik und Funktionalität von Lebensmitteln zu beurteilen.
- technologische Herausforderungen bei pflanzlichen Rohstoffen, Getreide, und Nebenströmen zu erkennen.
- Oxidations-, Verderbs- und Stabilitätsprozesse technologisch einzuordnen und mögliche Lösungsansätze abzuleiten.
- moderne technologische Ansätze kritisch zu bewerten und deren Potenzial und Grenzen für Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Anwendungspraxis einzuschätzen.
Lerninhalte
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- Einfluss von Rohstoffen, Prozessparametern und Verarbeitungstechnologien auf die Lebensmittelqualität
- Enzyme, Fermentation und biotransformative Prozesse in Lebensmitteln
- Technologische Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe und ausgewählter Produktmatrices
- Stabilität, Haltbarkeit, Oxidation und Verderbsprozesse in Lebensmitteln
- Sensorische Herausforderungen und technologische Lösungsansätze
- Nutzung und Valorisierung von Nebenströmen
- Funktionelle Inhaltsstoffe und deren technologische Bedeutung
- Praxisbeispiele aus Forschung, Produktentwicklung und Lebensmittelverarbeitung
Facts
- Modul
- Food Technology and Biotransformation
- CAS
- Food Quality Insight
- Credits
- 4 ECTS
- Workload
- 100 h / 40 h davon Kontaktstunden
- Modulleitung
- Giovanna Spielmann-PradaTelefon: +41 (0) 58 934 57 71Email: giovanna.spielmann-prada@zhaw.ch
- Lehrmethoden
Vorlesung, Exkursionen, Gruppenarbeiten
- Leistungsnachweis
Vorbereitungsfragen; elektronische Lernzielkontrolle







