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HANF essen – nicht rauchen

Beitrag von: Yvonne Piëch, Foodscout und Foodbloggerin

Beitrag von: Yvonne Piëch, Foodscout und Foodbloggerin

«Hanf kann man essen? Davon wird man doch High.» Diese Aussage ist richtig aber gleichzeitig auch falsch.  Ich konsumiere regelmässig Hanf. Und ihr so? Nein, keine Sorge: Ich spreche dabei nicht vom Rauschmittel, sondern von Speisehanf aber kein Wunder, denn die ganze Sache ist doch nicht ganz trivial.

Für die meiste Zeit meines Lebens war und ist Marihuana nach wie vor in fast allen Ländern eine illegale Droge. Marihuana wird geraucht und dies entspricht zugleich auch so ziemlich der einzigen Verwendung. Aber ist Marihuana überhaupt gleich Hanf und was genau versteht man dann unter Cannabis? Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Bekommt man ein «High», heisst es Marihuana und bleibt das «High» aus, spricht man von Hanf oder Industriehanf. Genauer gesagt unterscheiden sich Hanf und Marihuana insbesondere hinsichtlich ihrer Verwendung und ihrer Inhaltsstoffe. Marihuana enthält einen hohen Gehalt an THC – das Cannabinoid, das High macht, wohingegen der THC – Gehalt von Hanf sehr gering ist. Deshalb wird Hanf zur Rohstoffgewinnung angebaut, Marihuana aber wegen des Effekts, den der Konsum der getrockneten Blüten verursacht. Hinsichtlich der THC – Gehalte hat jedes Land seine eigenen Bestimmungen. Grob gesprochen wird Cannabis ab einem THC – Wert von unter 0,3% als Hanf angesehen.

An dieser Stelle geht es um Hanf – konkret Hanfnüsse. Als Hanfnüsse bezeichnet man die Samen der Hanfpflanze. Der weltweite und anhaltende Trend hin zu einer gesünderen und proteinreicheren Ernährung motiviert Verbraucher mehr Gemüse, Nüsse und Samen zu essen sowie den erhöhten Proteinbedarf vermehrt auch aus alternativen veganen Proteinquellen zu beziehen. Hanfnüsse wurden in diesem Zusammenhang für lange Zeit ignoriert und sind nun wieder auf dem Radar der Verbraucher.

Hanfnüsse sind optisch zwar klein aber wahre Nährstoffbomben: In ihnen stecken rund 22 Gramm Eiweiss pro 100 Gramm und alle neun Aminosäuren, was sie besonders wertvoll für Sportler macht. Hanföl besteht aus circa 80% mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Omega-3, -6 und -9 Fettsäuren befinden sich in den Hanfnüssen im optimalen Verhältnis und lassen sich so bestens aufnehmen und verwerten. Zudem enthalten Hanfnüsse neben Vitamin E, Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen besonders hohe Anteile an Vitamin B, speziell Vitamin B1 und Vitamin B2. Hanfnüsse sind kurzum einfach «das Gesündeste vom Gesunden» wie die Firma «AlpenPionier AG» die kleinen Powerpakete treffend beschreibt.

Die Alpenpioniere haben den Lebensmittelhanf in der Schweiz zusammen mit 12 Bio – Bauern rekultiviert, denn Hanf ist nicht ein neues hippes Superfood, sondern eigentlich eine alte europäische Kulturpflanze, die im Verlaufe der Zeit in Vergessenheit geraten ist. Sie wollen Hanf wieder zurück auf die Schweizer Teller bringen.

Wer erfahren will, wie man mit Hanf kocht, kommt am besten zu unserem nächste foodwardCircle – Event am 12.09.2018 in der fantastischen Showküche des Restaurants Pur im Seedamm Plaza in Pfäffikon (SZ) ein. Von den Alpenpionieren wird Carlo Weber einen spannenden Vortrag halten und Rebecca Clopath die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Hanf beim Kochen präsentieren.

Wir freuen uns über eure Anmeldung bis zum 31.08.2018.


Weitere Termine

28. Juni 2018 – Excellence in Food – Infoabend, Zürich

04.07.2018 CAS Food Product & Salesmanagement – Anmeldeschluss

01.08. 2018 CAS Digital Food Competencies – Anmeldeschluss

27.09.2018 Seminar: Event-Management auf dem Bauernhof